"PROPAGANDA" von Junus Aspassi vom 30.06. - 17.08.2012

Ausstellungseröffnung am 30.06.2012  musikalische Unterstützung von "Comboyage"

Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion.1
Dieses Werkzeug ist seit der Antike bekannt und wird von
verschiedenen Ideologien in mannigfaltigen Variationen
angewandt. Nicht nur das sozialistisch-kommunistische System
sondern auch Demokratien nutzen Propaganda in beängstigender Ähnlichkeit.

 

Diese Ausstellung stellt die Länder U.S.A. und Vietnam, wie sie
ideologisch unterschiedlicher nicht sein könnten, gegenüber und zeigt in spiegelgleichen Propaganda-Parallelitäten die Verherrlichung des Krieges mittels moderner Medien.
 

 

1 So Norstedt u. a.: From the persian Gulf to Kosovo – War Journalism and Propaganda. In: European
Journal of Communication 15 (2000), S. 383–404.

 

 

In der aktuellen Serie „Propaganda“ widmet sich Junus Aspassi
einer experimentellen Kombination der Genres der konzeptionellen
sowie der dokumentarischen Fotografie. Die heterogene
Herangehensweise und Definition eines neuen medialen
Verständnisses sowie die Vermischung von medialen Realitäten
und plakativen Scheinwelten bilden das Konstrukt dieser Serie.
Subjektive Interpretationen bilden ein teils störendes Verhältnis.
In weiteren Arbeiten beschäftigt er sich mit der fotografischen
Konzeption, in welcher die Bildkomposition teils Filmszenen
entlehnt wirken und Momente der Irritation generiert werden. Der
Kontrast zwischen Abschreckung und Neugierde schafft Konflikte
des Betrachters.

 

Junus Aspassi, geboren in Graz, Österreich; Ausstellungen seit 2003 u.a.
Künstlerhaus Graz, _ESC_im_Labor, Stadtmuseum Graz, Kulturbetrieb
Wolkenschachlenkwal Leipzig u.a.; Publikationen/Beiträge im stern, yacht
revue, sterz, Kleine Zeitung, Kronen Zeitung, Österreich ist frei, Les clés de
l´actualité, exploration F, futuro, International Contemporary Artists, “Grenze”.